"Hier ist's jetzt unendlich schön, mich hat's gestern abend, wie wir durch die Seen, Kanäle und Wäldchen schlichen, sehr gerührt, wie die Götter dem Fürsten erlaubt haben, einen Traum um sich herum zu schaffen. Es ist wenn man so durchzieht, wie ein Märchen, das einem vorgetragen wird"
Johann Wolfgang von Goethe schrieb diese Sätze über den Wörlitzer Park. Oft sind es tatsächlich die heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Parkanlagen des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs, die uns in Verbindung mit der Stadt am Zusammenfluss von Mulde und Elbe als Erstes in den Sinn kommen. Doch Dessau hat eine weit umfänglichere Geschichte und Kulturhistorie. Seien es das Bauhaus mit Künstlern wie Feininger, Klee und Kandinsky, die hier wirkten, oder Persönlichkeiten wie der Philosoph Moses Mendelssohn, der Baumeister Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff, der Komponist Kurt Weill oder der Industrielle Hugo Junkers, die den Ruf Dessaus in die Welt trugen. Das vorliegende Porträt von Dessau und seiner Umgebung beleuchtet all dies.